Trotz aller wissenschaftlichen Fortschritte bleiben die frühzeitige Diagnose einer Krebserkrankung, die Echtzeit-Diagnose des Therapieerfolges und die aussagekräftige Verlaufskontrolle immer noch ein wesentliches Anliegen der Medizin. Die etablierten diagnostischen Verfahren sind neben der allgemein bestehenden Problematik von Sensibilität und Sensitivität in der Aussage oft dadurch begrenzt, dass sie sich lediglich auf ein durch die Technik der Probenentnahme limitiertes Volumen beziehen, von dem man auf das gesamte Organ bzw. den Organismus extrapoliert. Viele dieser Verfahren zur Gewinnung des Untersuchungsgutes sind außerdem für den Patienten physisch und psychisch belastend.
Die innovative Erfindung der GILUPI GmbH bietet der Medizin durch den GILUPI-Nanodetektor eine sensitivere und schonendere Nachweismethode von seltenen Zellen aus dem Blut des Patienten. Das bisher voranging praktizierte Konzept der Untersuchungen, eine Probe aus dem Körper des Patienten zu entnehmen, daraus die gewünschten Zellen zu isolieren und zu analysieren, wird durch das GILUPI Verfahren ersetzt, indem man direkt in das biologische System – den Blutkreislauf – hineingeht, um die gewünschten Zellen direkt zu entnehmen. Dadurch verringert sich die benötigte Zeit bis zu einem Befund erheblich.
Der von der GILUPI GmbH entwickelte Nanodetektor ist ein 16 cm langer Edelstahldraht mit einem Durchmesser von 0,5 mm. Als Grundmaterial für den Nanodetektor wurde medizinischer Edelstahl gewählt, der den Vorteil hat, bereits für viele Produkte und Anwendungen in der Medizin und Medizintechnik zugelassen und im Einsatz zu sein. Der Stahl ist flexibel, rostfrei und kann vielseitig beschichtet werden. Der Nanodetektor weist eine abgerundete Spitze auf und trägt Markierungen, die seine Verwendung für den ausführenden Arzt übersichtlich gestalten. Die Goldschicht dient als Träger für das funktionalisierte Polymer, welches die ersten 2-4 cm des Nanodetektors bedeckt. Dieses Polymer verhindert die unspezifische Bindung von Blutbestandteilen und ist die Matrix für die kovalente Bindung von Antikörpern, die die spezifische Isolierung der Zielzellen ermöglichen. Das zu verwendende Polymer kann mit einer großen Menge an Antikörpern funktionalisiert werden und begünstigt eine hochselektive Zellanreicherung.




