Die GILUPI GmbH ist ein innovatives Unternehmen, das Medizinprodukte für die Isolierung seltener Zellen aus dem zirkulierenden Blut eines Patienten für die Diagnostik entwickelt. Das patentierte Verfahren zur Herstellung des Medizinproduktes basiert auf der Generierung einer Nanostruktur auf einem medizinischen Edelstahldraht, an welche Antikörper gebunden werden, die spezifische Zielzellen aus dem Blut binden und somit am Detektor anreichern. In den Zielzellen können anschließend z.B. genetische Veränderungen identifiziert und diagnostiziert werden.
Für die Entwicklung dieses innovativen Verfahrens wurde die GILUPI GmbH 2007 im Innovationswettbewerb für Medizintechnik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet.
Das Grundprinzip der Funktion des Detektors ist generell für die Lösung einer Reihe von medizinischen Fragestellungen verwendbar – von der individuellen Krebsdiagnostik bis zur Pränataldiagnostik. Die Einsatzgebiete werden durch die Spezifität der auf dem Detektor gebundenen Antikörper bestimmt. Sie definiert das Ziel und damit die Zellen, die von ihnen gebunden und so einer Analyse zugänglich gemacht werden können. Die Affinität der Antikörper bestimmt die Wahrscheinlichkeit der Bindung dieser Zellen. Damit werden die Antikörper zum entscheidenden Faktor für die Anzahl der Einsatzgebiete und den Erfolg des Nanodetektors. Die Produkte der GILUPI GmbH sind in erster Linie für medizinische Einrichtungen (z.B. Krankenhäuser, Krebszentren etc.) sowie für niedergelassene Ärzte interessant. Der Einsatz der GILUPI-Technologie ist unkompliziert und ähnelt einer Blutentnahme. Kooperationsprogramme mit verschiedenen medizinischen Universitäten und Kliniken haben dazu beigetragen, die Arbeit der GILUPI GmbH in entscheidendem Maße zu fördern. 2008 erhielt die Frauenklinik der Poznan University of Medical Sciences, Polen, im Rahmen eines Verbundprojektes mit der GILUPI GmbH das Ethikvotum zur Durchführung einer Studie zur Anreicherung von Trophoblastzellen aus dem Blut gesunder Schwangerer. Dadurch wurde ein wesentlicher Meilenstein der strategischen Ausrichtung der GILUPI GmbH erreicht. Seit Gründung der GILUPI GmbH wurde diese weitestgehend durch vier Private-Equity-Fonds unterstützt und finanziert (AURELIA Private Equity, BC Brandenburg Capital, High-Tech Gründerfonds und Sparkassen Unternehmensbeteiligungsgesellschaft). Zusätzliche Mittel wurden unter anderem durch Privatpersonen wie erfahrene Unternehmer, Führungskräfte, Mitarbeiter und Fördermitteln investiert. Diese Investoren haben das Potenzial der GILUPI-Technologie von Anbeginn mit realisiert und das Wachstum des Unternehmens sowohl finanziert als auch mit stratetgischer Beratung unterstützt.
Die Menschen hinter der Firma
Dr. Klaus Lücke, geschäftsführerender Gesellschafter der GILUPI GmbH, absolvierte sein Studium der Physik an der Freien Universität in Berlin. 1982 begann seine berufliche Laufbahn als Entwicklungsleiter der Siemens AG. Anschließend besetzte er verschiedene Positionen u.a. in Deutschland und den USA für die Siemens AG, Bell Labs und die Infineon AG. Hier war er von 1999 bis 2001 Vize-Präsident und General Manager der Business Unit in San Jose/USA.
Zurück in Deutschland gründete er 2001 die Infineon Technologie ORION GmbH in Duisburg, die er auch als alleiniger Geschäftsfüher leitete. Des Weiteren besetzte er die Stelle des Executive Directors bei der Infineon Technologies AG in München bei der er u.a. die Verantwortung für verschiedene Design Center in Singapore, München und Düsseldorf trug.
Seit März 2006 ist Dr. Klaus Lücke Mitbegründer und Geschäftsführer der GILUPI GmbH.
Fischer in der Blutbahn
(Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung vom 5. April 2011 – Wirtschaft und Soziales, S. 7)
Dr. Nils G. Morgenthaler besetzt die Stelle des zweiten Geschäftsführers der GILUPI GmbH seit Juli 2011. Er hat die Aufgaben des Chief Medical Officers übernommen und kann hier seine langjährige Erfahrung in klinischen Studien optimal ein- und umsetzen.
14 Jahre lang war Herr Dr. Morgenthaler Vice President in Global Medical Affairs der BRAHMS AG. Ebenso leitete er auch die BRAHMS "Clinical Research Unit" und arbeitete als Chief Scientific Officer und General Manager für eine Tochtergesellschaft der BRAHMS AG. Herr Dr. Morgenthaler hat einen MD und Doktortitel (magna cum laude) von der Universität Ulm verliehen bekommen, zudem absolvierte er an der Universität Potsdam seinen Master of Business Administration. Mehr als 12 Jahre Erfahrung bringt er im Bereich der Diagnostik mit und über 20 Jahre Erfahrung in wissenschaftlichen und klinischen Netzwerken.



